Die Mofaausbildung
Die Verkehrs- und Mobilitätserziehung gehört zu den wichtigsten Unterrichtsbereichen in der Schule. Sie beginnt in der Grundschule (z.B. mit der Fahrradausbildung) und setzt sich in der Sekundarstufe fort. Die Themen sind vielfältig und reichen von Sicherheitsfragen auf dem Schulweg bis hin zu ökologischen Aspekten, die sich z.B. aus der Gegenüberstellung von ÖPNV und Individualverkehr ergeben.
|
Ein Baustein der Verkehrs- und Mobilitätserziehung ist der Mofakurs, der an der Montessori-Hauptschule im Wahlpflichtbereich angeboten wird. Schülerinnen und Schüler können mit 15 Jahren eine Fahrerlaubnis für ein Mofa erwerben. Schulen bieten die Mofaausbildung seit den 80er Jahren als Ergänzung zu den üblichen Fahrschulen an. Ermöglicht wird dies durch eine Ausnahmeregelung der Fahrerlaubnisverordnung (§ 5, Absatz 3). Der Mofakurs ist bei Jugendlichen allgemein sehr beliebt. Das Mofa ist das erste Kraftfahrzeug, das sie selber fahren dürfen und bietet neben dem Spaß am Fahren neue Möglichkeiten selbstständiger und unabhängiger Mobilität. |
(c) Verkehrswacht |
|
Dies gilt natürlich besonders für ländliche Regionen. Aber auch in der Stadt wissen es Jugendliche zu schätzen, nach dem Discobesuch nicht mehr unbedingt auf den letzten Bus angewiesen zu sein. Die Mofaausbildung wird in der Schule viel intensiver als in Fahrschulen durchgeführt und umfasst in der Regel 18 Doppelstunden. Der Unterricht gliedert sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil. In der Theorie lernen die Schülerinnen und Schüler neben technischen und rechtlichen Aspekten vor allem das richtige und sichere Verhalten im Straßenverkehr. Im Vordergrund stehen dabei Vorfahrtsregeln, das Verhalten bei Hindernissen und Engpässen, das richtige Einordnen und Abbiegen und die Rücksichtnahme auf andere Verkehrsteilnehmer. In der Praxis sollen die Jugendlichen zunächst durch einfache Fahrübungen ein Gefühl für das Mofa entwickeln. Es folgen dann Bremsproben, Vorfahrtübungen und schließlich der Geschicklichkeitsparcours. Nach bestandener theoretischen und praktischer Prüfung erhalten die Schülerinnen und Schüler ihre Fahrerlaubnis.
Veantwortlich: Herr Heimbach (Stand: 11/05)
|






